Die besten 9 Woks im Vergleich. Unser Kauftip ist der Tefal C65919 Delicia Pro Wokpfanne 28 cm. Die asiatische Küche hat auch in Deutschland viele Anhänger. Untrennbar mit ihr verkoppelt ist der... zum Ratgeber

1. Platz
  • Tefal Antihaftbeschichtung
  • backofenfest bis 180 Grad Celsius
  • induktionsgeeignet
  • spülmaschinenfest
  • eingearbeiteter ferromagnetischer Edelstahlplatte für optimale Planstabilität und eine perfekte Hitzeverteilung
2. Platz
  • viel Zubehör
  • gute Beschichtung
  • gute Hitzeverteilung
  • sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis
  • gut zu reinigen
3. Platz
  • hochwertiges, puristisch-klassisches Design
  • für alle Herdarten (auch für Induktionsherde) geeignet
  • sehr schnell und hoch erhitzbar
  • Bratgut hängt im Wok nicht an
  • problemlose Reinigung

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Ratgeber

Die asiatische Küche hat auch in Deutschland viele Anhänger. Untrennbar mit ihr verkoppelt ist der Wok, das asiatische Universalkochgeschirr und Allroundtalent. In ihm wird gebraten, gedämpft, geschmort, frittiert, geräuchert und gekocht.

Der Wok als ursprünglich chinesische Erfindung, die sich im Lauf der Jahrhunderte über ganz Asien verbreitete, hat seit langem schon auch westliche Küchen erobert und sich in vielen deutschen Haushalten sowie weltweit fest etabliert. Das kommt nicht von ungefähr. Mit dem Wok lassen sich nämlich köstlich schmeckende, knusprige Gerichte zaubern, aber er hat daneben noch eine Menge anderer Vorteile.

Etymologisches

Der Begriff Wok stammt aus dem Chinesischen, genauer gesagt aus dem Kantonesischen (einem Dialekt des Chinesischen, der hauptsächlich im Süden Chinas gesprochen wird und dem Hochchinesischen sehr ähnlich ist). Er bedeutet schlicht und einfach soviel wie „Kochgefäß“. wmf-0767346040-wok-pfanne.jpg

Kurze Kulturgeschichte des Woks

Die Ursprünge des Woks liegen in China. Hier wurde er vor über 2000 Jahren „erfunden“.

Die ersten Woks hat es wohl schon vor 3000 Jahren gegeben. Diese bestanden zunächst aus Ton mit runden, halbkugelförmigen Böden und hohen, nach außen geneigten Wänden.. Diese Konstruktion ermöglichte eine optimale Hitzeverteilung, ein schnelles Garen und – bedingt durch einen Durchmesser von rund 40 Zentimetern – die Aufnahme einer beträchtlichen Menge Bratgutes.

Jahrhundertelang diente der Wok ausschließlich der bäuerlichen Küche. Um auch draußen im Freien, in den Pausen zwischen der Feldarbeit, warme Mahlzeiten zubereiten zu können, führte man kleine zylindrische, leicht transportable Öfchen mit sich, die sich mit nur wenig Brennmaterial beheizen ließen. Diese wiesen oben eine Öffnung auf, über die der Wok platziert wurde. Die Halbkugelform bot sich an, weil sie die Hitze des darunter lodernden Feuers besser und gleichmäßiger verteilte als ein planer Boden. Dies bedingte zum einen, dass die zuvor in kleine, gleichmäßige Stückchen geschnittenen Zutaten mit einem Minimum an Zeitaufwand (innerhalb weniger Minuten!), gegart werden konnten. Zum anderen bot die Halbkugelform den nicht zu unterschätzenden Vorteil eines relativ großen Volumens und damit Fassungsvermögens. Auf diese Weise konnte man das Mahl für mehrere Personen auf einmal vorbereiten und garen.

Im Laufe der Jahrhunderte fand diese simple, aber geniale Garmethode des Wokkens Verbreitung in ganz China und darüber hinaus in ganz Süd- und Südostasien. Der Wok avancierte zum Herzstück der fernöstlichen Küche und ist aus deren Gastronomie nicht mehr wegzudenken. In einfachster Form steht er auf archaisch anmutenden primitiven Kochstellen, beispielsweise auf mit Holz oder Kohlen gefüllten Benzinfässern. Aber ebenso findet man ihn in Privathaushalten wie in Imbissbuden und Restaurants bis hin zu modernen Hotelküchen des gehobenen Stils, dort in der Regel mit Gas oder auf Induktionsherden betrieben.

Der Wok verkörpert die zentrale Institution der fernöstlichen Gastronomie im dinglichen wie im abstrakten Sinne, denn die Speisenzubereitung im Wok steht auch symbolisch für eine geistige Grundhaltung der chinesischen Philosophie: Das scharfe Anbraten wird dem harten Prinzip (Yang) und das schonende Schmoren dem weichen Prinzip (Yin) zugeordnet – chinesische Kochkunst und chinesische Philosophie vereint zur chinesischen Gastrosophie, wenn man so will.

Prinzip der Zubereitung von Speisen im Wok

Der ursprünglich für offenes Feuer konzipierte Wok mit seinem halbkugelförmigen Boden stellt nicht nur ein altbewährtes Universal-Kochgefäß dar, sondern steht auch für eine ganz bestimmte Zubereitungsmethode. Diese basiert, kurz gesagt, darauf, dass die unterschiedlichsten Zutaten – je nach notwendiger Garzeit – nacheinander zugegeben und somit exakt auf den Punkt genau gegart werden. tefal-c65919-delicia-pro-wokpfanne-28-cm.jpgDie meisten Gerichte benötigen, in einem Wok zubereitet, lediglich fünf bis sieben Minuten Garzeit. Vorbedingung ist allerdings, dass sämtliche Zutaten bereits vor Beginn des Garvorgangs in etwa auf gleichgroße, mundgerechte Stücke klein geschnitten wurden.

Beim Wok gibt es, anders als bei westlichen Pfannen und Töpfen, keinen Unterschied zwischen Boden und Wand. Das ganze Gefäß ist als Kugelkappe aus einem einzigen Teil geformt. Traditionell haben Woks zwei gegenüberliegende Griffe, von denen einer häufig als Stiel ausgeführt ist. Da ein traditioneller Wok bei seiner Herstellung aus einem Stück in Halbkugelform gezogen oder gegossen wird, also Boden und Wand eins sind, erhitzen sich seine Randbereiche – im Gegensatz zu westlichen Pfannen und Töpfen, die aus zwei Teilen gefertigt werden – ebenfalls mit, wenngleich geringer als ganz unten im Zentrum dicht über dem Feuer.

Beim Garen mit einem Wok gibt man jene Zutaten, die die längste Garzeit benötigen, stets als erste in das Gefäß. In der Regel handelt es sich dabei um Fleisch. Aber auch festes Gemüse und Kartoffeln fallen darunter. Alles wird auf konstant heißer Flamme gebraten ohne dass die Temperatur dabei runtergeschaltet wird. Nach und nach gibt man die restlichen Zutaten hinzu – stets in der Reihenfolge abnehmender Garzeit. Sämtliche Zutaten werden häufig gewendet, wobei Angebratenes zum Nachgaren an den Rand geschoben wird.

Wok hei – das vielgepriesene Wok-Aroma

Richtiges Garen im Wok gleicht einer Kunst, deren Endprodukt im Chinesischen mit dem Begriff Wok hei bedacht wird. Das bedeutet soviel wie „wahres Wok-Aroma“. Und damit ist der charakteristische Geschmack und Geruch gemeint, also das Aroma, welches eine Mahlzeit erhält, wenn sie bei hohen Temperaturen oberhalb 200 Grad Celsius im Wok zubereitet wurde. Um dieses ganz spezielle, typische Wok-Aroma zu erlangen, muss das Essen in einem gut eingebrannten Wok unter ständigem Umrühren in ziemlich kurzer Zeit gegart werden. Aus wissenschaftlicher Sicht zeichnen vor allem chemische Prozesse wie das Karamellisieren und sog. Maillard-Reaktionen, deren komplizierte Mechanismen nicht bis in alle Einzelheiten geklärt sind, für das typische Wok-Aroma verantwortlich.

Wie köstlich dieses charakteristische Wok-Aroma ist, davon kann sich jedermann in den Straßenküchen Chinas, Singapurs Bangkoks, Manilas, Jakartas oder anderer asiatischer Länder überzeugen, aber auch in den inzwischen zahlreich vertretenen chinesischen Imbissbuden und Restaurants West-, Mittel- und Gesamteuropas.

Überlegungen und Tipps zum Kauf von Woks und Wok-Pfannen

Vor dem Kauf eines Woks oder einer Wok-Pfanne muss man sich erst einmal klar werden, welchen Ofen (Herd) man hat oder für den Wok verwenden will und auf welche Weise man Speisen in ihm zubereiten will.

Möchte man sich so nahe wie möglich an die klassisch-traditionelle Methode des Wokkens anlehnen, für die es typisch ist, dass bereits vorgegarte Lebensmittel am Rand bei geringer Hitze weitergaren sollen, so kommt man nicht darum herum, sich für einen klassischen Wok in Halbkugelform zu entscheiden. Im unteren Teil der Rundung wird der Wok am heißesten. Seine Wände bleiben etwas kühler. wmf-0792566040-wok-4-teilig-party.jpgHalkugelförmige Woks funktionieren logischerweise nicht auf planen Kochplatten, sondern nur auf dem Gasherd oder einem speziellen Wokbrenner, wobei ein Standring aus Metall zusätzlich zu empfehlen ist.

Für Elektroherde gibt es abgeflachte Woks, sog. Wok-Pfannen mit Stiel, die jedoch für die ursprünglichste Form des Wokkens, das Pfannen-Rühren, nicht geeignet sind, weil sie nicht die dafür Hitzeverteilung erbringen können.

Unterschiede zwischen traditionellen und westlichen Herden bezüglich ihrer Eignung zum Wokken

Die in weiten Teilen Europas üblichen Elektrokochplatten und Gasherde entwickeln niemals die hohe Wärmeleistung von in

Asien üblichen Wokherden. Asiatischen Herde weisen meist eine Maximalleistung oberhalb von fünf bis zehn kW auf, während die Leistung westlicher Kochstellen 2,2 kW bzw. 3,6 kW bei Gasherden in der Regel nicht übersteigt. Hinzu kommt, dass sich die Wärme des Wokbrenners, bedingt durch die nach oben strömende Heißluft, auch über die Außenwand ausbreitet, während ein Elektroherd grundsätzlich nur den Boden eines Woks erwärmt. Ein Kochgerät, das wie ein Wok aussieht, auf einem flachen europäischen Kochfeld erhitzt wird, kann bei Leistungen von weniger als 5 KW niemals das Ergebnis eines auf einem asiatischen Brenner erhitzten Woks erbringen.

Antihaft-Beschichtung versus traditionelles Einbrennen

Asiatische Woks, die auf Kochstellen mit großer Leistung und Hitze zum Einsatz kommen, sind niemals mit speziellen Antihaft-Beschichtungen versehen wie zum Beispiel die bei uns üblichen Teflon-Pfannen. Eine solche Beschichtung aus Teflon oder ähnlichen Materialien würde nämlich den hohen Temperaturen beim Garen nicht standhalten. Eine Antihaft-Beschichtung ist außerdem beim traditionellen Wok auch nicht notwendig, da dieser vor dem ersten Gebrauch „eingebrannt“ wird. Dieses „Einbrennen“ erfolgt durch Erhitzen auf ca. 300 °C und anschließendes Einreiben mit einem geeigneten Öl, z. B. Erdnussöl. Ein optimal eingebrannter und in ständigem Gebrauch befindlicher Wok wird ausschließlich mit heißem Wasser ohne jegliche Spülzusätze und einem Besen aus Bambusstreifen oder einem Tuch gereinigt. Ein in regelmäßigen Abständen erfolgendes wiederholtes Einölen – auch hier wieder mit z. B. silit-81423401-wok-pfanne-28-cm-selara.jpgErdnussöl – verhindert die Rostbildung.

Interessant zu wissen ist auch die Tatsache, dass die meisten Speisen im Wok nicht anbrennen. Das für das Anbrennen verantwortliche Eiweiß wird nämlich durch die hohe Hitzeentwicklung sehr rasch denaturiert, was so etwas wie eine „natürliche Anbrennhemmung“ bewirkt und einer Art „natürlichen Antihaftbeschichtung“ gleichkommt.

Traditionelle Woks: Material, Größe, Betriebsart, Herstellung

Woks wurden und werden traditionellerweise aus Stahl hergestellt. Heutzutage fertigt man sie bevorzugt aus Gusseisen – einem Material, das mit der typischen Garmethode besonders gut

kompatibel ist. Es gibt aber auch Woks, die aus Stahlblech oder aus Edelstahl oder sogar aus Aluminium bestehen. Die einfachen Woks werden aus Stahlblech gedrückt oder gezogen. Hochwertige Woks werden in der Regel in Handarbeit mit dem Hammer getrieben. Woks gibt es in Durchmessern von etwa 30 Zentimetern bis hin zu über einem Meter.

Verwendet wurden Woks traditionellerweise auf kleinen, oben offenen Holz- oder Kohleherden, auf deren Öffnung sie platziert wurden und mit wenig Brennstoff stark erhitzt werden konnten. Dabei entstand die meiste Hitze im Zentrum, so dass durch Verschieben des Garguts zwischen Zentrum und Rand der gewünschte Temperaturbereich zum Garen gewählt werden konnte.

Woks in modernen Ausführungen

Wenn man mit dem Gedanken spielt, sich einen Wok zu kaufen, so

steht man vor der Qual der Wahl. Die Auswahl von auf dem

Markt angebotenen Woks ist erschlagend und nahezu unüberschaubar, egal, ob man sich im Asia-Laden., im Kaufhaus, im Haushaltswarengeschäft oder im Internet danach umschaut. Es gibt dort Woks in unzähligen verschiedenen Versionen und in nahezu jeder Preislage.

Moderne Woks werden in den unterschiedlichsten Materialien und Ausführungen gefertigt. Es gibt solche mit einem Stiel oder mit zwei Griffen oder auch mit je einem Stiel und Griff. Je nach Material und Fertigungsaufwand liegen die Preise für Woks bei etwa 15 bis hin zu mehreren hundert Euro.

Die preigünstigsten Modelle stellen Woks aus Aluminium oder aus Stahlblech dar, die es beispielsweise in Asia-Shops zu kaufen gibt. silit-0081-6033-01-wok-pfanne-28-cm-wuhan.jpgAm anderen Ende der Preisskala findet man die hochwertigen Modelle der Markenhersteller wie Fissler, Silit, Le Creuset, Skeppshult u. a.

Für westliche Haushalte, die keine speziellen Kochstellen für Woks haben, werden Woks mit ebenem Boden, sog. Wok-Pfannen, angeboten. Diese gibt es sogar mit spezieller Antihaftbeschichtung, was jedoch mit der traditionellen Garmethode des Pfannenrührens nicht konform geht, da die Beschichtungen keine so hohen Temperaturen vertragen wie sie hierbei normalerweise üblich sind.

Asiatische Wok-Pfannen: preisgünstigste Alternative

Die asiatischen Wok-Pfannen aus Stahl mit flachen Böden werden auf Grund des dünnen Materials rasch sehr heiß. Allerdings verziehen sich mit der Zeit meist deren Böden, was dazu führt, dass diese sich ausbeulen und nicht mehr flach aufliegen. Deswegen sind sie nur für Gasherde geeignet. Diese Pfannen gelten als preisgünstigste Wahl und sind schon für runde 15 Euro zu haben.

Woks und Wok-Pfannen aus Gusseisen

Woks und Wok-Pfannen aus Gusseisen sind erheblich dicker und schwerer als Stahl-Woks. Auf Grund des dickeren Materials benötigen sie etwas länger, bis sie aufgeheizt sind. Ebenso wie Stahl-Woks speichern und verteilen sie die Hitze optimal. Ein kleiner Nachteil besteht darin, dass Gusseisen-Woks vor der ersten Benutzung und danach von Zeit zu Zeit „eingebrannt“ werden müssen, um sie vor dem Rosten zu schützen. Aber das Erzielen dieser erwünschten Patina ist weder schwierig noch erfordert es einen immensen Zeitaufwand.

Wok-Pfannen aus Gusseisen sind für alle Herdarten geeignet: Gas, Elektro und sogar Induktion. Zu den besten und hochwertigsten auf dem Markt erhältlichen Gusseisen-Woks gehören die Modelle des schwedischen Herstellers Skeppshult und die der französischen Firma Le Creuset, für die man Preise zwischen über 100 und knapp 200 Euro hinlegen muss.

Wok-Pfannen aus Edelstahl

Für eingeschweißte Edelstahl-Liebhaber sind ebenfalls Wok-Pfannen auf dem Markt erhältlich. Sie wiegen weniger, sind rostfrei und auch leichter zu säubern als Gusseisen-Wok-Pfannen. Sie eignen sich bestens zum Dämpfen und Dünsten. Jedoch

erreicht man mit diesem Material nicht die hohe Hitze und die Wärmespeicherung an den Wänden wie beim klassischen Wokken.

Hier bietet beispielweise die Firma Fissler eine große Bandbreite an Modellen an.

Die wichtigsten Garmethoden im Wok

Woks sind Allzweck-Kochgeräte, die sich äußerst vielseitig einsetzen lassen. Man kann sie zum Braten, Dünsten, Dämpfen, Kochen, Rösten und Schmoren, daneben aber auch zum Frittieren, Blanchieren und Räuchern verwenden.

Pfannenrühren im Wok

Als wichtigste Garmethode gilt das „Pfannenrühren“. Hierbei ist Schnelligkeit gefragt, denn die einzelnen Zutaten werden nacheinander – in der Reihenfolge abnehmender Garzeit – zugegeben und im zuvor stark erhitzten Wok unter ständigem Rühren mit einem Kochlöffel oder Pfannenwender oder einer speziellen Wokschaufel (siehe unten) in wenig Öl kurz angebraten und anschließend an den Rand geschoben, um dort weiter nach zu garen. silit-0082-6021-11-wok-36-cm-shintau-mit-glasdeckel.jpgDurch die rührende Bewegung werden die Zutaten zwischen heißem Zentrum und kühlerem Randbereich verteilt. Das Öl muss dabei sehr heiß sein, damit sich umgehend eine feste Kruste bildet, die dafür sorgt, dass Fleisch-, Fisch- oder Gemüsestücke innen saftig bleiben. Sie schmecken dann beim Servieren knackig- frisch und bissfest.

In westlichen Küchen erscheint der Einsatz eines Woks auf geeignetem Herd nur für diese Garmethode sinnvoll. Denn hier sind hohe Zubereitungstemperatur und Zubereitungsart für das spezielle Aroma der Speisen (siehe “Wok-Hei”) ausschlaggebend. Alle anderen Garmethoden, von denen die meisten niedrigere Temperaturen erfordern, können zweckmäßigerweise und auch energiesparender in Kochgeschirren erfolgen, wie sie in unseren westlichen Küchen üblich sind.

Schmoren und Räuchern im Wok

Auch Schmoren sowie Räuchern sind im Wok möglich.

Das Schmoren eignet sich für Fleisch sowie feste Gemüsesorten wie Kartoffeln, Wurzel- und Knollengemüse. Hierzu wird wenig Öl im Wok erhitzt. Alle Zutaten werden unter Rühren kurz im Wok angebraten. Anschließend lässt man alles unter wenig Wasserzugabe bei mittlerer Hitzezufuhr fertig schmoren. Man kann alternativ auch zuvor frittierte Fleisch- oder Fischstücke in den Wok geben und diese mit Flüssigkeit aufgiessen und gar schmoren. Wenn man den Deckel dabei nicht auflegt, verdampft ein Teil der Flüssigkeit während des Garvorgangs. Dadurch erhält man eine dickere Sauce mit mehr Aroma. Allerdings muss man hierbei gelegentlich umrühren. Wenn man den Wok dagegen mit Deckel verschließt, ist kein Umrühren nötig.

Als außerordentlich schmackhaft und köstlich aromatisch erweisen sich geräucherte Wokgerichte. Diese lassen sich bequem auf einem Gittereinsatz zubereiten, nachdem der Wok zuvor mit Alufolie und Räuchermehl ausgelegt wurde. Die Zutaten erhalten hierdurch eine wunderbar rauchig-würzige Note.

Frittieren im Wok

Wenn man es gerne kross und knusprig mag, kann man den Wok problemlos zum Frittieren verwenden. karcher-mai-lin-wok.jpgHierfür eignet sich am besten ein gutes und geschmacksneutrales Speiseöl. Dieses sollte nur für wenige Frittiervorgänge verwendet und nach jedem Gebrauch gefiltert werden. Aufgrund seiner speziellen Form benötigt man beim Frittieren mit dem Wok wesentlich weniger Fett als in herkömmlichen Fritteusen oder Kochtöpfen. Das Öl muss lediglich ausreichend hoch (auf circa 170-180 Grad Celsius) erhitzt werden. Das kann man leicht mit einem eingetauchten Holzstab prüfen. Ist das Öl heiß genug, so bilden sich kleine Bläschen um das Hölzchen herum.

Generell gibt es zwei verschiedene Methoden des Frittierens:

bei niedriger bis mittlerer Temperatur und

bei extrem hoher Temperatur.

Bei niedriger bis mittlerer Temperatur wird das Frittiergut langsam gegart, und zwar solange, bis es eine schöne bräunliche Farbe und eine knusprige Kruste bekommt. Bei extrem hoher Temperatur geschieht das Frittieren und Krossbraten dagegen sehr schnell.

Auch zum Frittieren müssen die Zutaten zuvor mundgerecht vorgeschnitten sein.

Auch das Zubereiten von frittiertem Fisch und Meeresfrüchten, Fleisch oder Gemüse im Teigmantel stellt im Wok kein Problem dar. Man umhüllt die Zutaten mit einem Teigmantel oder paniert sie. Nach dem Frittieren lässt man sie auf einem Gitter oder Sieblöffel abtropfen.

Dämpfen im Wok

Besonders schonend und gesund, weil fettarm, ist das Dämpfen oder Dampfgaren im Wok. Hierfür benötigt man einen passenden Deckel sowie einen Dämpfeinsatz. In China und Fernost verwendet man zu diesem Zweck Dampfkörbchen aus Bambusgeflecht, die man in jedem Asia-Laden erstehen kann. Der Dämpfkorb muss kleiner sein als der Wok, so dass sich der Deckel noch gut schliessen lässt.

Der Wok wird mit etwas Wasser oder Brühe gefüllt. Das Gargut legt man in das Dampfkörbchen. Dann schließt man den Deckel und bringt Wasser bzw. Brühe im Wok zum Kochen. Der Dämpfkorb wird in den Wok gestellt ohne dass er im Wasser steht. fissler-06-823-35-001-wok-kunming-35-cm-mit-glasdeckel.jpgDurch den aufsteigenden heißen Wasserdampf werden vor allem feine und zarte Lebensmittel wie Fisch und Gemüse besonders schonend gegart und werden dadurch besonders zart und schmackhaft. Ganz besonders beliebt sind auch über Dampf gegarte Teigtaschen oder Teigrollen.

Kochen im Wok

Im Wok kann man außerdem schlicht und einfach ganz normal kochen. Diese Garmethode verwendet man beispielsweise bei Suppen oder um Fleisch zu garen, bevor man es weiter verarbeitet. Jedoch sollte die Flüssigkeit hierbei keinesfalls sprudelnd kochen, sondern nur soeben gerade den Siedepunkt erreichen.

Richtiges Bratöl und Garzeiten beim Wokken

Zum Garen mit dem Wok darf man nur sehr hitzebeständiges Öl verwenden, das Gartemperaturen von 200-300 Grad Celsius verträgt, ohne dabei in den Rauchpunkt überzugehen. Hierfür gut geeignet sind beispielsweise Erdnuss-, Sesam-, Soja- und Maiskeimöl. Niemals dagegen darf man Olivenöl, Butter oder Margarine verwenden. Zudem geben die meisten anderen Öle den Gerichten einen Geschmack, der einfach nicht zu asiatisch-fernöstlichen Mahlzeiten passt. Man schüttet das Öl erst nach dem Erhitzen in den Wok.

Wichtig ist auch, dass man die Unterschiede in den Garzeiten der einzelnen Zutaten beachtet. Fleisch wird immer als erstes in den Wok gegeben und scharf angebraten, damit es eine Kruste bildet und innen saftig bleibt. Anschließend schiebt man es an den Rand und lässt es nach garen bzw. hält es dort weiter warm. Feste Gemüse wie Möhren, Paprika, Kohlrabi, Sellerie u. ä. sind als nächstes dran. Dann folgen die weicheren Gemüsesorten wie Zucchini, Auberginen, diverse Kohlarten, Pilze und dergleichen . wok-royal-vkb-30-cm-mit-glas-deckel-edelstahl-antihaft-wok-pfanne.jpgFalls die Temperatur während des Anbratens scheinbar doch einmal etwas zu hoch zu werden droht, fährt man nicht etwa die Herdhitze herunter, sondern löscht das Ganze einfach mit einer Tasse Wasser ab.

Gewürze und Würzen beim Wokken

Salzen sollte man beim Wokken immer erst ganz zum Schluss des Garvorgangs, damit das Gemüse kein Wasser zieht und matschig wird. Auch Sojasauce, die aus Sojabohnen, geröstetem Getreide und Salz besteht und asiatischen Gerichten ein für diese charakteristisches kräftig-salziges Aroma verleiht, wird erst ganz am Ende zugegeben, da sie ansonsten leicht anbrennt.

Ein weiteres unverzichtbares und typisches Ingrediens der asiatischen Küche stellt Ingwer dar. Diesen kann man entweder frisch als ganze Wurzel kaufen oder in gemahlener Form. Frischer Ingwer schmeckt besser und aromatischer.

Recht häufig gelangt in der asiatischen Küche auch das sog. 5-Gewürze-Pulver zur Anwendung. Diese Gewürzmischung besteht aus Sichuan-Pfeffer, Fenchel, Sternanis, Gewürznelken und Zimt. Da es ein sehr starkes Aroma erzeugt, sollte man es nur ganz sparsam verwenden, damit es andere, schwächere Geschmacksnoten nicht völlig dominiert und überdeckt.

Was man ansonsten noch zum Wokken braucht

Außer dem eigentlichen Wok ist es sinnvoll, sich einige Gerätschaften anzuschaffen, die es preisgünstig in jedem Asia-Laden zu kaufen gibt. Diese stellen zwar kein unbedingtes Muss dar. Man braucht sie sich auch nicht alle gleich zu Beginn anschaffen, sondern kann sich erst einmal mit den in westlichen Küchen vorhandenen Gerätschaften behelfen. Möchte man jedoch häufiger wokken und tiefer in die asiatische Küche einsteigen, sind sie sehr zu empfehlen, da sie optimal auf den Wok und die Besonderheiten der fernöstlichen Zubereitung abgestimmt sind. Sie erleichtern daher das Garen mit dem Wok ungemein.

Zu diesen Wok-spezifischen Gerätschaften zählen:

Wokschaufel: ideal zum Pfannenrühren, da sie nicht gerade, sondern entsprechend der Wölbung des Woks geformt und dadurch ideal für das Umrühren im Wok geeignet ist

chinesischer Sieblöffel: optimal geeignet, um Öl von frittiertem Gargut abtropfen zu lassen

Bambuseinsatz: ideal zum Dämpfen von Fisch oder Wan-Tans

chinesische Eßstäbchen: ersetzen bei den Asiaten unser Besteck

scharfes Messer oder Küchenbeil: wird benötigt, um alle Speisen vor dem Wokken klein zu schneiden.

Vorteile des Wokkens: Schnelle, gesunde und kalorienarme Zubereitung

Die asiatische Küche hat schon allein wegen ihres köstlichen, knackig-knusprigen und exotischen Geschmacks in Deutschland und weltweit zahlreiche Anhänger. Das halbrunde Multitalent Wok kann aber auch noch mit anderen Vorteilen aufwarten, die vor allem gesundheits- und kalorienbewusste Gourmets interessieren dürften.

Im Vergleich zu herkömmlichen Pfannen unserer westlichen Küche benötigt der Wok nämlich wesentlich weniger Fett beim Braten und Garen. Moderne, handelsübliche Woks weisen bei unterschiedlichen oberen Durchmessern am Boden in der Regel nur einen Durchmesser von etwa 15 Zentimetern auf. Um diesen kleinen Boden zu bedecken, reichen zwei Esslöffel Öl locker aus.

Ein weiterer Vorteil des Woks stellt die Tatsache dar, dass durch die Art der Zubereitung beim Pfannenrühren Vitamine und Mineralstoffe in Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten und Gemüse weitestgehend erhalten bleiben.

Last not least kommt der Wok dem Zeittrend entgegen, weil sich in ihm blitzschnell und ohne viel Aufwand schmackhafte, gesunde, fettarme und vitaminreiche Gerichte zaubern lassen, die nicht nur den Gaumen kitzeln, sondern zusätzlich auch noch das Auge erfreuen. Insbesondere in der Kombination mit Reis oder Nudeln gelingen zudem leicht raffinierte, herrlich bunte vegetarische Gerichte. Den Höhepunkt seines Spektrums entfaltet der Wok für den Kenner jedoch sicher mit der Verwendung typisch asiatischer Zutaten wie Pak Choi, Chinakohl, Shiitake-Pilzen, Bambus- und Sojasprossen usw., angereichert mit Gewürzen der fernöstlichen Küche.